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Für geologisch Interessierte ist ein zusätzlicher Tag Verweildauer bei Keetmanshoop ein absolutes Muss. Die teils anstrengende, jedoch überaus lohnenswerte Expedition in den 1603 m hohen und bis zu 3 km breiten Brukkaros-Krater steht auf dem Plan. Er erhebt sich ca. 500 m aus der umliegenden Landschaft und entstand vor ca. 80 Millionen Jahren durch Magma, das in der Erdkruste steckenblieb und das umliegende Nama-Karoo-Gestein in die Höhe drückte. Durch Kontakt des Magmas mit dem Grundwasser kristallisierte das Magma zu Karbonatit und riss einen Krater auf.

Auf Ihrer Weiterfahrt erreichen Sie den Naute-Dam und befinden sich mitten in der Nama-Karoo-Wüste am Löwen – und Fischfluss. In der Nama-Karoo-Wüste fällt nur wenig Regen, meist begrenzt auf lokale Gewitter. Ihre Vegetation ist sehr spärlich, bestehend aus Zwergsträuchern und Stamm-Sukkulenten. Größere Bäume finden sich nur an Rivieren.

Anschließend zieht Sie die Region des Fish River Canyons in Ihren Bann. Je nach Zeitrahmen besichtigen Sie den zweitgrößten Canyon der Welt am Abend oder am frühen Morgen. So kommen die unterschiedlichen Gesteinsschichten im Sonnenlicht am besten zur Geltung. Trotz seiner mit 160 km geringeren Länge gegenüber dem Grand Canyon übertrifft er diesen hinsichtlich der Ausstrahlung der schroffen Felswände und der Vielfältigkeit seiner Gesteine. Dolerit-Gänge, Gneise, Konglomerate der Kuibis-Untergruppe, Schwarzkalk-Formationen etc. können von mehreren Aussichtspunkten („Hikers Point“, „Sulfur Spring“) betrachtet werden. Das Flussbett des Fischflusses ist nur in der Regenzeit mit Wasser gefüllt. Allerdings halten sich ganzjährig einige Tümpel, die vom Grundwasser gespeist werden, so dass sogar Leoparden und Antilopen in diesem unwirtlichen Gebiet gut überleben können.

Bei einer Sundownerfahrt bzw. –wanderung lassen Sie sich von der unendlichen Weite dieses Landstriches verzaubern und ihre Seele baumeln. Der nächste Tag bringt Sie durch den Canyon Park bis an den Oranje River. Er bildet auf einer Länge von über 500 km von Oranjemund am Atlantischen Ozean ostwärts die natürliche Grenze zu Südafrika.
Der Wächter über Namibia und das südliche Afrika

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